Bis zu 1,17 Millionen Euro kommen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Rheinland-Pfalz. Mit dem EFRE-Fördercall, bei dem das Konzept der Ortsgemeinde Ralingen gegen Konkurrenz überzeugen konnte, sollte ein Anreiz für die Sanierung von kommunalen Bestandsgebäuden gesetzt werden. Bei der Kita Ralingen wird durch die nachhaltige Bauweise in Holzbau, mit Dachbegrünung, Dreifachverglasung, der Sanierung von Fassade, Kellererdecke, Balkonen und Vordächern zusätzlich der Wärmeschutz für den Sommer verbessert sowie Resilienzmaßnahmen gegen Hochwasser umgesetzt. Tatsächlich haben sich in den letzten Jahren die Energiekosten kommunaler Gebäude als eine beträchtliche Belastung für die Gemeindekassen erwiesen. Durch die energetische Sanierung der Kita können diese um fast 90% gesenkt werden. Sie ist damit, so Staatssekretär Hauser, „ein Paradebeispiel für passgenaue Lösungen zur Wärmewende vor Ort.“
Ursprüngliche Motivation und übergeordnetes Ziel des gesamten Vorhabens ist die Erweiterung der Kita, um auch in Zukunft den Anforderungen einer guten Kita genügen zu können, und die Errichtung einer gemeinsamen Mensa mit der benachbarten Grundschule. Die Schulleiterin, Claudia Barzen, äußerte sich hocherfreut über die Aussicht, dass in Zukunft auch den Grundschulkindern frische Mahlzeiten in einem ansprechenden Raum angeboten werden. Daneben hat die räumliche Verbesserung einen hohen pädagogischen Wert. Annika Christmann, Vertreterin der Kita-Elternschaft, sprach von einem „außergewöhnlichen und starken Signal für die Bedeutung unserer Kinder in der Gesellschaft.“ Der Umbau mit der neuen Mensa „schaffe hervorragende räumliche Bedingungen für gemeinsames Lernen, gesunde Ernährung und ein lebendiges Miteinander.“ Gemüse und Kräuter werden rund um das Gebäude angebaut, und die Kinder erfahren durch eigenes Tun, wie das Essen auf den Tisch kommt. Alle Anwesenden betonten, dass ein derartiges Projekt nur zustande kommen konnten, weil alle Beteiligten früh an Entscheidungen mitgewirkt und an einem Strang gezogen hätten. So dankte der Ortsbürgermeister Alfred Wirtz allen, die das Vorhaben mitgedacht, mitgeplant und über die Zeit mitgetragen haben: der Ortsgemeinde Ralingen, dem Ortsbeirat Ralingen, dem Elternausschuss, den Erzieherinnen und Erziehern sowie der Kita-Leitung, der Schulleitung, der Verbandsgemeindeverwaltung und dem Gemeinderat, der über die Jahre hinweg die erforderlichen Beschlüsse gefällt hat.
Die neue Kita wird nach ihrer Fertigstellung, die für Ende 2027 geplant ist, 90 Plätze, d.h. eine weitere Gruppe anbieten können. Dazu kommen moderne Personal- und Funktionsräume sowie Bewegungs- und Mehrzweckflächen. Während der Bauzeit gibt es eine Übergangskita in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände des Campingplatzes.
